50 Jahre Samtgemeinde Marklohe

30.11.2017

Grußwort der Samtgemeindebürgermeisterin - 50 Jahre Samtgemeinde Marklohe

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Marklohe,
in diesem Jahr feiert die Samtgemeinde ihr 50jähriges Jubiläum. Eine gute Gelegenheit, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und die Entwicklung über diesen Zeitraum zu betrachten. Es ist hilfreich, die Vergangenheit zu kennen, denn nur so kann man die Gegenwart verstehen und an der Gestaltung der Zukunft mitwirken.

Die Gründung der Samtgemeinde Marklohe war zunächst eine reine Zweckgemeinschaft. Für die ehrenamtlichen Bürgermeister in den damals zwölf Gemeinden wurde es zunehmend schwieriger, die vielfältigen Aufgaben nebenberuflich wahrzunehmen. Ziel war es daher, sich überörtlich zu einer größeren Verwaltungseinheit, einer Samtgemeinde zusammen zu schließen, um so einen Teil der Verantwortung an festangestelltes Personal abzugeben. Die Namensfindung für das neue Gebilde „Samtgemeinde Marklohe zu Lemke“ war bereits die erste Herausforderung. Und weitere sollten folgen, zum Beispiel:

Auch wenn es zunächst vielleicht keine Liebesheirat war, über die Jahre hat man die Höhen und Tiefen zusammen gemeistert, sich einander angenähert und zum Erreichen der gemeinsamen Ziele so manchen Kompromiss geschlossen.

Einen Querschnitt des Erreichten wollen wir Ihnen anlässlich des 50jährigen Jubiläums zeigen. Viele unserer Einrichtungen laden am 2. Dezember von 14:00 -17:00 Uhr zum Besuch ein und überraschen mit einem abwechslungsreichen Programm und kleinen Leckereien. Informieren Sie sich über die positive Entwicklung der Samtgemeinde direkt vor Ort.

Allen Einwohnerinnen und Einwohnern wünsche ich einen interessanten Samstagnachmittag und alles Gute für die weitere Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Inge Bast-Kemmerer, Samtgemeindebürgermeisterin

     

Samtgemeinde Marklohe:
Eine 50-jährige Erfolgsgeschichte
Elf Gemeinden schlossen sich 1967 zusammen  -  Quelle: Blickpunkt 29.11.2017         

Die Samtgemeinde Marklohe blickt auf ein halbes Jahrhundert zurück. Ursache für den Zusammenschluss von insgesamt elf Gemeinden im Jahr 1967 zur Samtgemeinde war ein kontinuierlich gestiegener Verwaltungsaufwand. Für die ehrenamtlichen Bürgermeister und Gemeindedirektoren, Standesbeamten und Gemeinderechnungsführer wurde es immer schwieriger, die Arbeiten nebenberuflich oder ehrenamtlich zu erledigen. Seitens des Landkreises wurden immer mehr Aufgaben auf die Gemeinden delegiert. Sie konnten teilweise nur noch mit Hilfe ausgebildeter Beamten ausgeführt werden.
Der Zusammenschluss zu größeren Verwaltungseinheiten ermöglichte die Einstellung von hauptamtlichem Personal und einem Hauptverwaltungsbeamten.

Am 05. August 1967 schlossen sich die Gemeinden Blenhorst, Bötenberg, Holzbalge, Buchhorst, Balge, Sebbenhausen, Oyle, Mehlbergen, Lemke, Marklohe und Wohlenhausen zusammen. Streitpunkt zwischen den beiden größten Gemeinden Lemke und Marklohe war der künftige Name der Samtgemeinde. Da sich die Gemeinden nicht einigen konnten, schaltete sich die Verwaltungsspitze des Landkreises Nienburg vermittelnd in die Verhandlungen ein. Die 5228 Einwohner umfassende Samtgemeinde bekam somit den Namen „Marklohe zu Lemke“.
In der Sitzung des Samtgemeinderates am 23. November 1967 wählte der Rat Eilert Robbe aus Knesebeck zum ersten Samtgemeindedirektor der Samtgemeinde „Marklohe zu Lemke“.
Mit dem neuen Samtgemeindedirektor an der Spitze konnte die Verwaltung ihre Arbeit aufnehmen.

Wichtigste Aufgaben der neuen Samtgemeinde waren die Ausarbeitung eines Flächennutzungsplanes, die Neuregelung der schulischen Verhältnisse und der Bau eines Schulzentrums. Daneben waren die zentrale Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung ein weiteres Thema. Die Übernahme des Feuerlöschwesens von den Mitgliedsgemeinden war ebenfalls eine Aufgabe, die von der Samtgemeinde zu bewältigen war.

1969 wurde der Bau des Schulzentrums Marklohe beschlossen, dessen Grundsteinlegung am 20. Juli 1973 stattfand. Im August 1974 folgten die Einweihung und Einzug. Am 19. September 1969 wurde dann das von der Gemeinde Lemke gebaute neue Rathaus eingeweiht und der Samtgemeinde als Verwaltungssitz zur Verfügung gestellt. Aufgrund der immer mehr zunehmenden Aufgaben der Samtgemeinde waren weitere Räumlichkeiten erforderlich und 1994 konnte ein Erweiterungsbau des Rathauses eingeweiht werden.

Die Gemeinde Wietzen beschloss am 24. Februar 1970 ihren Beitritt zur Samtgemeinde „Marklohe zu Lemke“. Durch diesen Beitritt verfügte die Samtgemeinde dann über 7029 Einwohner. 1973 erhielt die Samtgemeinde schließlich ihren aktuellen Namen, da Doppelnahmen nicht mehr erlaubt waren.

Die Samtgemeinde in der seinerzeit gegründeten Form mit einer Doppelspitze, die aus dem ehrenamtlichen Samtgemeindevorsteher, später Samtgemeindebürgermeister und dem hauptamtlichen Samtgemeindedirektor bestand, gab es bis 2001. Dann wurde die Doppelspitze abgeschafft und die Aufgaben auf den hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister übertragen, der von den Bürgern gewählt wurde und die Bezeichnung Samtgemeindebürgermeister führt.
Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die Samtgemeinde Marklohe stark entwickelt und zu den ursprünglich definierten Aufgaben sind noch viele dazu gekommen.

Die Einführung der zentralen Abwasserentsorgung konnte Ende der 70er Jahre abgeschlossen werden.
Ab 1974 hat sich aus den ehemaligen Erntekindergärten in Mehlbergen und Wietzen eine umfassende Kinderbetreuung entwickelt. Heute verfügt die Samtgemeinde über moderne Kindertagesstätten in Lemke, Wietzen und Balge. Daneben werden unter kirchlicher Leitung in Marklohe und Wietzen weitere Kindertagesstätten betrieben. Die Kinderbetreuung erstreckt sich auf Krippengruppen, Regelgruppen und auch eine Integrationsgruppe. Daneben verfügt die Samtgemeinde über moderne Grundschulstandorte in Lemke und Wietzen. An beiden Standorten ist ein Ganztagsschulbetrieb mit Mittagsverpflegung eingerichtet.

Außerdem verfügt die Samtgemeinde über modern ausgestattete Feuerwehren.
Die Brandschutzbedarfsplanung und die Verbesserung der Löschwasserversorgung sind Themen, die den Samtgemeinderat auch in Zukunft noch beschäftigen werden.
Seitens der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden wurden zur Verbessrung der Lebensqualität in den einzelnen Orten Dorfgemeinschaftshäuser ausgebaut oder auch neu erstellt. Moderne Sportanlagen sowie Sporthallen für den Schulsport und die örtlichen Sportvereine wurden ebenfalls von den Gemeinden errichtet
. In Marklohe und Wietzen verfügt die Samtgemeinde über Freibäder, die in den vergangenen Jahren immer wieder modernisiert wurden.

Die Samtgemeinde Marklohe verfügt über eine moderne Verwaltung und ist ein gut aufgestellter Dienstleister für die Bürger. Aus kleinsten Anfängen mit ursprünglich fünf hauptamtlichen Mitarbeitern verfügt die Samtgemeinde heute über insgesamt mehre als 80 Beschäftigte in der Verwaltung, den Kindertagesstätten, in den Schulen, Bauhöfen und den Freibädern.

Die Einrichtungen der Samtgemeinde Marklohe laden zu einem Besuch ein:
Tag der offenen Tür am kommenden Samstag - 02.12.2017 - von 14 bis 17 Uhr.

Mit dabei sind.

♦  Das Rathaus Marklohe
♦  Die Kita „Rappelkiste“
♦  Die Grundschule Marklohe
♦  Die Sporthalle Lemke
♦  Die Sporthalle Marklohe
♦  Das Feuerwehrhaus Marklohe
♦  Die Kita „Clemensspatzen“
♦  Die Kita Balge
♦  Das Feuerwehrhaus Balge
♦  Das Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Dolldorf
♦  Die Feuerwehr und das Dorfgemeinschaftshaus in Holte
♦  Die Kita „Tausendfüßler“
♦  Die Sporthalle Wietzen
♦  Die Grundschule Wietzen
♦  Die Kita „St. Gangolf“